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EURES (EURopean Employment Services)

Der ehemalige Manager verlässt Litauen und sucht neue Herausforderungen in Norwegen

Mamertas Petkus war Abteilungsleiter eines litauischen Dienstleistungsunternehmens, bevor er beschloss, dass es Zeit für eine Veränderung war.

  • Presseartikel
  • 13. Februar 2026
  • Europäische Arbeitsbehörde, Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration
  • Lesedauer: 4 Min
Former manager moves from Lithuania to Norway for new challenges

Der 53-Jährige plante einen Umzug nach Norwegen und wandte sich an EURES Litauen, das den Kontakt zum EURES-Mitglied Nav Trøndelag in Norwegen herstellte. Mamertas hatte ein Treffen mit Vertretern des Fischverarbeitungsunternehmens Hitramat in Trøndelag. Mamertas arbeitet nun in der dortigen Abteilung für die Sortierung und Verpackung von Krabben. „Ich mag die klar definierten Aufgabenbereiche, die Übersichtlichkeit der Prozesse und die Unterstützung durch meine Kollegen“, sagt er. 

Mamertas hat den Umzug zusammen mit einer Gruppe von Freunden gewagt. „Norwegen ist ein wunderschönes Land, in dem man nicht nur Geld verdienen, sondern auch die Natur genießen kann“, sagt er. Für einen älteren Arbeitnehmer war dies kein einfacher Schritt – doch Mamertas ermutigt andere, einen solchen Schritt ebenfalls in Betracht zu ziehen. Er freute sich über die neue Herausforderung und über „die Chance, sich auch im Alter von 50 Jahren noch einmal selbst zu verwirklichen“. Sein Rat an andere lautet: „Vertraue auf dich selbst. Besonders für ältere Menschen gilt: Man sollte keine Angst haben, sich selbst neu zu entdecken.“ 

Vita Aleliune, Personalmanagerin bei Hitramat, sagt: „Da ich selbst ursprünglich aus Litauen komme, erinnere ich mich noch sehr gut daran, wie stressig ein Umzug nach Norwegen sein kann und wie viele kleine, aber wichtige Fragen dabei aufkommen können. Als ich mit Mamertas sprach, erkannte ich genau diese Mischung aus Begeisterung und Unsicherheit, die viele Neuankömmlinge kennen. Nach seinem Einstieg bei Hitramat, sagte Mamertas, dass er sich gut vorbereitet gefühlt hat, sowohl auf die Arbeit als auch auf das Leben in Norwegen, und dass er uns vertraut.“

Mamertas fährt fort: „In Norwegen schätze ich den respektvollen Umgang der Arbeitgeber mit ihren Mitarbeitenden und die umfassende Hilfe bei Fragen rund um die Bereiche Arbeit und Unterkunft. Die Eingewöhnung ist nicht schwierig – man muss nur die norwegische Sprache lernen, was ich derzeit tue.“

Vita sagt, die Fisch- und Meeresfrüchteindustrie biete stabile Saisonarbeit, gute Bezahlung und eine klare Struktur. Viele Arbeitssuchende würden die Teamarbeit und das internationale Umfeld schätzen. Sie fügt jedoch hinzu: „Es geht hier um körperliche Arbeit, die teilweise anspruchsvoll ist, vor allem am Anfang, und die Arbeitszeiten können je nach Lieferlage und Wetter variieren. Deshalb ist eine gute Ausbildung und Unterstützung während der Einarbeitungsphase sehr wichtig.“ 

Unterstützung durch EURES

Jurgita Trapuilienė vom nationalen EURES-Koordinierungsbüro bei Užimtumo tarnyba (UZT), der öffentlichen Arbeitsverwaltung Litauens, sagt: „Mamertas‘ Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel für Mut, Anpassungsfähigkeit und lebenslanges Lernen. Seine Erfahrung zeigt, dass das Alter kein Hindernis ist, wenn man motiviert ist, sich neuen Herausforderungen zu stellen.“

Jurgita sagt, dass es ihr Spaß gemacht habe, Mamertas dabei zu unterstützen, die zu ihm passende Stelle zu finden. „Es hat mir Freude bereitet, ihn auf seinem Weg zu begleiten – vom ersten Kontakt mit dem Arbeitgeber bis zum Stellenangebot. Es ist wichtig, Menschen in einem so wichtigen Moment zu unterstützen. Außerdem habe ich die Möglichkeit geschätzt, den richtigen Bewerber mit dem richtigen Arbeitgeber zusammenzubringen Es ist schön zu sehen, dass beide Seiten davon profitieren. Das motiviert mich. Solche Momente erinnern mich daran, warum ich in diesem Bereich arbeite und meine Arbeit liebe.“

Aufgeschlossenheit und proaktives Handeln sind wichtig, wenn man über einen solchen Schritt nachdenkt, so Jurgita. „In einem anderen Land zu arbeiten, kann eine der bereicherndsten Erfahrungen sein – es hilft einem, sich weiterzuentwickeln, neue Fähigkeiten zu erwerben und das eigene Potenzial aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mit der passenden Unterstützung durch EURES wird der Übergang erheblich erleichtert.“

Anne Grete Dahlen, leitende EURES-Beraterin bei Nav Trøndelag, sagt, dass das Erlernen der norwegischen Sprache für Arbeitssuchende, die in das Land ziehen möchten, wichtig ist. „Es erleichtert die Integration am Arbeitsplatz und ist für viele Bereiche wie Gesundheit, Bildung und Kinderbetreuung unverzichtbar“, sagt sie. Sie empfiehlt auch, Freizeit zusammen mit der lokalen Gemeinschaft zu verbringen, zum Beispiel im Rahmen von sportlichen und kulturellen Aktivitäten. 

Derzeit besteht in Norwegen eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in der Fisch- und Meeresfrüchteindustrie sowie im Gesundheitswesen, wo offene Stellen für Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte zu besetzen sind. Darüber hinaus besteht Nachfrage in den Bereichen Tourismus, Transport, Kinderbetreuung und Bildung. 

 EU will Altersdiskriminierung bekämpfen

Diese Erfolgsgeschichte der Mobilität kommt zu einer Zeit, in der die EU erkannt hat, dass die Altersdiskriminierung systematischer angegangen werden muss. Der Vorschlag für einen EU-Aktionsplan zur Bekämpfung der Altersdiskriminierung enthält neun Leitinitiativen, die von der Verbesserung des Rechtsschutzes bis hin zu EU-weiten Bemühungen zur Bekämpfung von Altersstereotypen reichen. 

Erfahren Sie mehr darüber, wie die EU ältere Arbeitnehmer unterstützt.

 

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EU-Aktionsplan zur Bekämpfung der Altersdiskriminierung

Wie die EU ältere Arbeitnehmer unterstützt

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