
Fachwissen allein entscheidet nicht mehr über eine Einstellung. So hart es klingt – auf einem umkämpften Arbeitsmarkt reicht der Lebenslauf allein nicht aus. Was öffnet stattdessen die Türen? Eine authentische persönliche Marke – eine klare Identität, die zeigt, wer Sie sind, wofür Sie stehen und warum Sie wichtig sind. Das mag nach Selbstinszenierung oder sogar Narzissmus klingen – ist es aber nicht. Es ist eine Strategie. So entsteht Vertrauen, so entstehen Chancen – und so gestalten Sie Ihren langfristigen Karriereweg.
Die Kunst des Geschichtenerzählens
Wie setzen Sie das in die Praxis um? Erzählen Sie wahre Geschichten, die Ihre Werte sichtbar machen. So wie eine gute Geschichte am Ende eine klare Botschaft hinterlässt, sollte auch Ihre berufliche Erzählung mit Ihren persönlichen Erfahrungen, Motivationen und Erfolgen Werte enthalten, die zeigen, wer Sie wirklich sind.
Konzentrieren Sie sich beim Geschichtenerzählen auf Ihr persönliches „Warum“: Was treibt Sie an, diese Arbeit zu tun? Welches Problem möchten Sie lösen? Vermeiden Sie austauschbare, überstrapazierte Schlagworte wie „umweltbewusst“ oder „ergebnisorientiert“. Zeigen Sie stattdessen anhand konkreter Beispiele, was Sie wirklich meinen. „Ich habe ein Nachhaltigkeitsprojekt am Campus initiiert und umgesetzt – mit dem Ergebnis, dass Einwegplastik in der Mensa um 60 Prozent zurückging.“ Verwenden Sie eine einfache, warme Sprache, mit der sich die Menschen identifizieren können. Unternehmensjargon wie „Ich habe das Stakeholder-Alignment optimiert“ mögen professionell wirken, lassen jedoch die persönliche Note vermissen.
Berichten Sie von realen Erfahrungen, nicht von glatt polierten Erfolgen. Sprechen Sie offen über Probleme oder Rückschläge und die Erkenntnisse, die Sie daraus gewonnen haben. Es geht nicht darum, ein perfektes, kuratiertes Image zu schaffen – sondern ein authentisches. Holen Sie sich Rückmeldungen von Menschen, die Sie kennen. Berührt Ihre Geschichte niemanden, überzeugt sie auch kein Unternehmen. Lassen Sie Ihre Geschichte mit Ihnen wachsen. Ihre Werte können sich weiterentwickeln, insbesondere nach neuen Erfahrungen oder Rollen, und sollten daher alle sechs bis zwölf Monate überprüft werden.
Vor allem aber: Seien Sie wählerisch bei dem, was Sie teilen. Was Sie online von sich zeigen, ist oft der erste Eindruck. Teilen Sie Inhalte bewusst und strategisch. Teilen Sie Inhalte, die Ihren beruflichen Zielen und Werten entsprechen. Seien Sie achtsam: Zu viel Privates kann kontraproduktiv sein. Wenn das, was Sie berichten, anderen unangenehm ist, wird es letztendlich Ihr berufliches Image schwächen.
Ein stimmiges Profil führt zum Ziel
Ein stimmiges Profil auf allen Kanälen ist kein Extra, sondern Pflicht. Ob LinkedIn, Instagram oder ein persönliches Portfolio: Ihre Botschaft, Ihr Tonfall und Ihre visuelle Identität sollten immer einheitlich sein. Wählen Sie zwei oder drei Kerngeschichten, die für Ihre Haltung stehen, und spielen Sie sie über alle Kanäle hinweg aus. Aktualisieren Sie Ihre LinkedIn-Headline entsprechend Ihrem aktuellen Fokus, und verwenden Sie plattformübergreifend dasselbe professionelle Foto. Abwechslung ist nicht das Ziel. Es geht darum, unverkennbar zu sein, egal wo man ist. Dies schafft Glaubwürdigkeit und Anerkennung.
Schaffen Sie sich einen Ruf, der für Sie spricht
Und zum Schluss: Denken Sie langfristig. Ihre persönliche Marke ist Ihr Ruf und ein Ruf entsteht nicht über Nacht. Die Glaubwürdigkeit, die Sie aufbauen wollen, entsteht nicht durch einen viralen Post. Sie entsteht vielmehr durch kontinuierliches, authentisches Engagement.
Teilen Sie Ihr Wissen, kommentieren Sie reflektiert und beteiligen Sie sich aktiv an Diskussionen in Ihrem Fachgebiet. Mit der Zeit wird Ihnen Ihr Ruf vorauseilen und Türen öffnen, von denen Sie nicht einmal wussten, dass es sie gibt.
Wenden Sie sich an die persönliche EURES-Beratung, um Ihre persönliche Geschichte zu verfeinern (z. B. Erstellung eines Lebenslaufs, Tipps für Vorstellungsgespräche), oder nehmen Sie an einem Europäischen Jobtag teil, um Ihre Online-Präsenz zu entwickeln und sichtbar zu machen.
Wenn Sie weitere Tipps dazu suchen, wie Sie sich in der wettbewerbsintensiven Arbeitswelt behaupten können, lesen Sie Fünf unverzichtbare Soft Skills für 2026.
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Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 20. Februar 2026
- Autoren
- Europäische Arbeitsbehörde | Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration
- Themen
- Geschäft /Unternehmertum
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