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EURES (EURopean Employment Services)

Warum junge Arbeitssuchende Schwierigkeiten haben, im Ausland Stellen zu finden, die ihren Qualifikationen entsprechen

Ein neuer EU-Bericht gibt Aufschluss darüber, wie junge Menschen, die innerhalb Europas mobil sind, Arbeit finden und wie gut ihre Arbeitsplätze ihren Qualifikationen und Kompetenzen entsprechen.

  • Presseartikel
  • 9. Juli 2026
  • Europäische Arbeitsbehörde, Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration
  • Lesedauer: 3 Min

Sie suchen nach Beschäftigungsmöglichkeiten in einem anderen europäischen Land, aber es fällt Ihnen schwer, eine Stelle in Ihrem Tätigkeitsfeld zu finden, oder die Stelle, die Sie gefunden haben, entspricht nicht Ihren Qualifikationen? Damit sind Sie nicht allein.

Betrachtet man die Situation genauer, so führt das Missverhältnis zwischen Arbeitsplatzangebot und Arbeitssuchenden zu Ineffizienzen auf dem Arbeitsmarkt und zu höheren Sozialkosten für die Staaten. Aus diesem Grund beschäftigt sich die EU mit diesem Thema. Ein neuer Bericht befasst sich mit drei Formen von Diskrepanzen, von denen rund 4,3 Millionen junge mobile EU-Bürger im Alter von 15 bis 34 Jahren betroffen sind. Dem Bericht zufolge haben sie oft größere Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden, die ihrer Ausbildung und ihren Qualifikationen entspricht, als Arbeitskräfte in ihrem Heimatland.

Hier ein Überblick in Zahlen:

Zu hohes Bildungsniveau?

Zahlen zur Frage, ob das Bildungsniveau junger mobiler EU-Bürger mit den Anforderungen ihrer Arbeitsplätze übereinstimmt:

  • 27 % sind für ihre derzeitige Tätigkeit überqualifiziert – fast genauso viele wie Personen aus Drittländern (28 %).
  • Mehr Frauen (31 %) als Männer (24 %) sind für ihre derzeitige Tätigkeit überqualifiziert Was jedoch das Fehlen der erforderlichen Qualifikationen angeht, gilt das Gegenteil: Männliche mobile EU-Bürger sind häufiger unterqualifiziert (12 %) als weibliche (9 %).
  • In Spanien, den Niederlanden und Österreich arbeitet etwa jeder dritte junge mobile EU-Bürger an einem Arbeitsplatz, bei dem sein Bildungshintergrund nicht in vollem Umfang genutzt wird. In Deutschland fällt die Überqualifizierung mit 17 % jedoch deutlich geringer aus.

Entspricht die Tätigkeit Ihrem Fachgebiet?

Zahlen zur Frage, ob die Arbeitsplätze junger mobiler EU-Bürger mit ihrem Fachgebiet in Zusammenhang stehen:

  • Rund 51 % üben eine Tätigkeit aus, die ihrer Ausbildung weitgehend entspricht, während 14 % angeben, dass es keine Übereinstimmung gibt.
  • In Italien üben nur 26 % der mobilen Arbeitnehmer eine entsprechende Tätigkeit aus – ein deutlicher Unterschied zu den italienischen Bürgern(43 %). In Belgien und Österreich ist der Abstand zwischen den mobilen EU-Bürgern und den Einheimischen nur geringfügig kleiner. In Spanien schrumpft er jedoch auf lediglich drei Prozentpunkte und beträgt 52 % gegenüber 55 % der Einheimischen.

Entsprechen Ihre Qualifikationen Ihrer Tätigkeit?

Zahlen zur Frage, ob ihre Qualifikationen ihrer Ansicht nach ihrer aktuellen Tätigkeit entsprechen:

  • 25 % der jungen mobilen EU-Bürger gaben an, dass sie überqualifiziert seien, während dies nur auf 18 % der einheimischen Beschäftigten zutraf.
  • 28 % der Frauen waren der Ansicht, überqualifiziert zu sein, im Vergleich zu 23 % der Männer.
  • In Belgien und Österreich gaben 33 % der jungen mobilen EU-Bürger an, überqualifiziert zu sein. Deutschland weist mit 20 % einen deutlich geringeren Anteil auf.

Wie der Bericht zeigt, ist der Weg zur richtigen Stelle nicht immer einfach. Dienste wie EURES können hierbei unterstützen. Mit Instrumenten wie den Europäischen Jobtagen und einem Netzwerk geschulter Berater unterstützt EURES sowohl Arbeitssuchende als auch Arbeitgeber bei der Suche nach dem passenden Match.

In der Zwischenzeit können Sie sich im EURES-Bericht zu Arbeitskräftemangel und -überschüssen 2025 und dem zugehörigen interaktiven Dashboard informieren, wo in Europa Ihre Qualifikationen am gefragtesten sind.

 

Weiterführende Links:

Young EU movers and labour market mismatches

Europäische Jobtage

Weitere Informationen:

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Datum der Veröffentlichung
9. Juli 2026
Autoren
Europäische Arbeitsbehörde | Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration
Themen
  • Geschäft /Unternehmertum
  • Arbeitsmarktnachrichten/Mobilitätsnachrichten
  • Nachrichten/Berichte/Statistiken
  • Rekrutierungstrends
  • Jugend
Verwandte(r) Abschnitt(e)
Sektor
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  • Wholesale and retail trade; repair of motor vehicles and motorcycles

Haftungsausschluss

Die Artikel sollen den Nutzern des EURES-Portals Informationen zu aktuellen Themen und Trends liefern und zu Diskussionen und Diskussionen anregen. Ihr Inhalt spiegelt nicht unbedingt die Meinung der Europäischen Arbeitsbehörde (ELA) oder der Europäischen Kommission wider. Darüber hinaus unterstützen EURES und ELA die oben genannten Websites Dritter nicht.