
Bei der Digitalisierung geht es nicht nur darum, dass Unternehmen ihre IKT-Systeme modernisieren. Es geht darum, sie effizienter und innovativer zu gestalten, über Landesgrenzen hinauszugehen und dabei Energie und Materialien zu sparen. Mit anderen Worten: Dies ist ein grundlegender Wandel, der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit vorantreibt und die Unternehmenslandschaft Europas verändert.
Digitalisierung in Zahlen
Laut der neuesten Ausgabe des Berichts Digitalisierung in Europa, der jährlichen Veröffentlichung von Eurostat – dem statistischen Amt der EU – haben 72 % aller Unternehmen in der EU ein grundlegendes Maß an digitaler Intensität erreicht. Das bedeutet, dass sie zumindest einige der wichtigsten digitalen Technologien nutzen, wie schnelle Internetverbindungen, E-Commerce-Tools und Cloud-Dienste.
Im Jahr 2025 war die Situation wie folgt:
- 95 % der Unternehmen hatten einen Breitband-Internetzugang.
- 64 % nutzten soziale Medien (nur 37 % im Jahr 2015).
- Der Anteil der Unternehmen, die Online-Verkäufe tätigen, lag zwar um sechs Prozentpunkte höher als vor zehn Jahren, war mit 25 % jedoch nach wie vor relativ gering. Allerdings machten die Online-Verkäufe 19 % des Gesamtumsatzes dieser Unternehmen aus.
Nur ein Jahr zuvor, im Jahr 2024 war die Situation wie folgt:
- 93 % der Unternehmen hatten mindestens eine IKT-Sicherheitsmaßnahme eingeführt, wie beispielsweise die Authentifizierung mit sicheren Passwörtern, Datensicherung an einem separaten Standort oder in der Cloud sowie Netzwerkzugangskontrolle.
- 53 % der Unternehmen hielten Online-Meetings ab.
Aus Liebe zur Umwelt
Die Digitalisierung kann zwar ökologische Vorteile mit sich bringen, wie einen geringeren Materialverbrauch und eine höhere Energieeffizienz, stellt uns aber auch vor Herausforderungen, die wir nicht außer Acht lassen dürfen. Rechenzentren, Netzwerke und hybride Empfangssysteme tragen zum CO₂-Fußabdruck der Branche bei, und die häufige Erneuerung der Geräte durch die Unternehmen verschärft das wachsende Problem des Elektronikschrotts.
Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Eurostat zufolge hat der IKT-Sektor in der EU in den letzten Jahren immer weniger zu Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffen beigetragen – trotz des Wachstums des Sektors.
Inwieweit integrieren Unternehmen also nachhaltige Verfahren in ihre Digitalisierungsbemühungen? Zwar gibt es immer Raum für Verbesserungen, doch die Ergebnisse des Berichts zeigen, dass die Unternehmen in Europa auf dem richtigen Weg sind.
Im Jahr 2025 nutzten 30 % aller Unternehmen in der EU IKT-Lösungen oder -Systeme, um:
- weniger Material zu verwenden;
- weniger Energie zu verbrauchen und
- die Effizienz zu steigern oder den Anteil an recycelten Materialien in ihren Produkten oder Betriebsabläufen zu erhöhen.
An der Spitze standen dabei Belgien (42 %) und Dänemark (40 %), während Ungarn (16 %) und Bulgarien (13 %) den geringsten Anteil an Unternehmen aufwiesen, die IKT unter Berücksichtigung des Umweltschutzes einsetzten. Und als die IKT-Ausrüstung veraltet war:
- nutzten 77 % der Unternehmen Programme zur Sammlung oder zum Recycling von Elektronikschrott;
- lagerten 49 % die Ausrüstung ein;
- verkauften 29 % die Ausrüstung, gaben sie zurück an die Leasinggeber oder spendeten sie.
Wie die meisten technischen Fortschritte hat auch die IKT ihre Vor- und Nachteile. Für Arbeitgebende bedeutet dies, strategisch über den Einsatz digitaler Tools nachzudenken: energieeffiziente Technologien auszuwählen, unnötigen Gerätewechsel zu reduzieren und Recycling- oder Wiederverwendungsprogramme optimal zu nutzen. Diese Entscheidungen tragen nicht nur zur Nachhaltigkeit bei, sondern stärken auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Werfen Sie einen Blick auf den EURES-Artikel über Ansätze für den Ausbau Ihrer IKT-Belegschaft oder informieren Sie sich darüber, wie KI die Personalsuche verbessern kann.
Weiterführende Links:
Digitalisierung in Europa – Ausgabe 2026
Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen aus dem IKT-Sektor
Drei Ansätze, mit denen Unternehmen in der EU ihre IKT-Belegschaft ausbauen können
Wie KI die Personalsuche verbessern kann
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- Datum der Veröffentlichung
- 2. Juli 2026
- Autoren
- Europäische Arbeitsbehörde | Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration
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